Zum Ausdrucken und Nachlesen: Newsletter Dezember 2016

Es ist eine schöne Idee, den Geist von Werkwochen der WGM, wie etwa den der Wies-Wochen auf ein Wochenende zu komprimieren und so Interessierten und Unentschlossenen musikbegeisterten Menschen eine Möglichkeit zu geben, die Atmosphäre dieser Veranstaltungen auf sich wirken zu lassen. Und die Mischung stimmte auf diesem Schnupper-Wochenende im September: Einem Drittel Wies-Erfahrener standen zwei Drittel gegenüber, die an WGM-Veranstaltungen noch nie oder sehr lange nicht mehr teilgenommen haben.

Bild "Newsletter/Newsletter Dezember 2016_26.jpg"Bild "Newsletter/Newsletter Dezember 2016_25.jpg"Doch zu schnuppern gab es zunächst einmal eine Mischung aus Baustaub und Farbe, denn das Haus Altenberg war zu großen Teilen noch eine Baustelle, obwohl es bereits über einen Monat zuvor nach dreijähriger Renovierung wieder offiziell eröffnet worden war. Aber der Stimmung tat das keinen Abbruch. Ich habe auch in der Landvolkshochschule Wies schon wunderschöne Werkwochen auf einer Baustelle erlebt.

So konnten wir an der Geburtsstätte der Werkgemeinschaft zwei Tage lang unter der fachkundigen und humorvollen Leitung von Gregor Franzen (in den 90er Jahren selbst vielfacher Wies-Teilnehmer) mit Motetten von Rutter, Purcell, Tallis und Mendelssohn-Bartholdy den musikalischen Teil des Wochenendes genießen. Doch WGM-Veranstaltungen bieten natürlich mehr. Geistliche Einheiten und ein lockeres abendliches Tanzen mit Dr. Jennifer Hülsberg, die als Gesamtleitung dieses Wochenende trotz aller Widrigkeiten im Haus immer gut im Griff hatte, sorgten für ein willkommenes Gegengewicht zum Singen. Das abendliche Getränk in gemütlicher Runde zusammen mit dem parallel tagenden Führungskreis fehlte natürlich auch nicht, zumal es zwei Geburtstage zu feiern galt.

Ein Gottesdienst im Altenberger Dom, zumal musikalisch mitgestaltet, ist immer ein besonderes Erlebnis. Die Krone konnte dem an diesem Sonntag noch Willibert Pauels aufsetzen. Der als „Bergische Jung“ im Karneval bekannte Diakon übernahm wie jeden letzten Sonntag im Monat die Predigt.

Zur Fortsetzung dieses wirklich gelungenen Experiments werden wir 2017 leider nicht erleben können, wie der Innenausbau im Haus Altenberg voranschreitet, denn das Haus ist bereits komplett ausgebucht. Dafür werden alle „Schnupper-Interessierten“ und „Alten Hasen“ in Unkel (südlich von Bad Honnef) das Beste einer Werkwoche in zwei Tagen mit wunderschönem Blick auf den Rhein genießen können.

Garantiert ohne Baustelle.

Marcel Buckan