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Herzliche Einladung zum Abschlusskonzert


„Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir“

lautet der Text eines der bekanntesten und beliebtesten Chöre aus Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Der Elias“. Diese wunderbare Musik steht im Mittelpunkt unseres Konzertes, allerdings nicht in der bekannten Form mit Solisten Chor und Orchester, sondern in einer Bearbeitung für das sogenannte Harmonie-Ensemble, in unserem Fall für 10 Bläser. Diese Form der Bearbeitung war von Mitte des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts gängige Praxis im Bereich der Oper und teilweise auch der symphonischen Musik. Fast alle Opern, ob bekannt oder unbekannt, wurden – wie Mozart es nannte - „auf die Harmonie gesetzt“. Dies sorgte einerseits für eine rasche Verbreitung neuer Musik und diente andererseits der reinen Erbauung an Fürstenhöfen.

Allerdings ist mir nur ein einziges sakrales Werk bekannt, für das es eine zeitgenössische Bearbeitung für Harmonie-Ensemble gibt. Es handelt sich um die Schöpfung von Joseph Haydn, für die der Oboist Georg Druschetzky eine extrem anspruchsvolle Fassung für 9 Bläser und Kontrabass komponierte. Doch auch die gesangliche Musik Mendelssohns drängt sich meiner Meinung nach geradezu auf, instrumental von Blasinstrumenten gespielt zu werden. Und so wird in diesem Konzert die Uraufführung meiner Bearbeitung von 18 Sätzen dieser Musik zu hören sein.

Diesem klangsinnlichen „Wiederhörerlebnis“ stellen wir ein Dezett des ungarischen Komponisten Iván Eröd entgegen, ein Capriccio aus dem Jahre 1980, welches er als Auftragswerk für die „Musikalische Jugend Österreichs“ komponiert hat. Das Besondere dieses einsätzigen Werkes ist, dass sich es weniger um ein Dezett als vielmehr um zwei sich quasi gegenüberstehende Bläser-Quintette handelt, die sich in einem Dialog rhythmisch geprägter Passagen begeben.

Wie in jedem Jahr werden neben Werken in der großen Bläserbesetzung auch kleinere Ensembles zu hören sein. In diesem Jahr einerseits die „Miniatures“ des englischen Komponisten Martin Ellerby, von dem wir vor einigen Jahren schon sein Divertimento für 10 Bläser hier in Heerdt aufgeführt haben. Andererseits die 2. Suite des französischen romantischen Komponisten Charles Lefebvre für Bläsersextett, in diesem Fall bestehend aus einem Bläserquintett mit 2. Klarinette. Allein diese kleine Veränderung zur Standardbesetzung gibt dem Werk eine völlig neue Klanglichkeit.

Insgesamt zeigt auch das diesjährige Programm wieder die große Vielfalt instrumentaler Kammermusik für Bläser und wir hoffen dass viele Menschen zum Zuhören kommen und sich auf neue, meistens unbekannte Komponisten oder Kompositionen einlassen. Allerdings gibt es durch den „Elias“ ja auch sehr viel Bekanntes - wenn auch vielleicht in ungewohnter Weise - zu hören.

Die Ausführenden sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kammermusikwoche 2017 der Werkgemeinschaft Musik e.V., die in diesem Jahr bereits zum 10. mal stattfindet.
Rebecca Blau und Sarah Bednorz - Flöte
Anne Tischler und Andrea Vilz - Oboe
Barbara Wasserhess, Arne Gries und Michael Lill - Klarinette
Ulrike Gnida und Manuela Merzyn - Horn
Daniela Fischer und Matthias Transier - Fagott

Leitung - Peter Wuttke


Samstag, 22.April 2017, 17 Uhr

Paul-Gerhardt-Haus

Heerdter Landstr. 30

Düsseldorf-Heerdt

Peter Wuttke

http://www.haynes-catalog.net