...unter diesem Betreff erreichte mich eine Mail von Robert (Bob) Henderson aus den USA, der in diesem Jahr an der Chor- und Orchesterwoche Wies 3 teilgenommen hat. Hier also seine Eindrücke uns seine Mail im Original-Wortlaut:

Lieber Thomas (Webmaster Wies):


Während der Wies-3 Woche hast Du mich darum gebeten, vielleicht etwas von meinem Erlebnis der Wies-3 als "Der Fremde" zu schreiben. Siehe unten das, was ich geschrieben habe. Ich habe eine originale Version geschrieben, und danach haben Reinhold und Susanne Bertrand mir mit dem Deutschen geholfen.

Dieses Stuck ist wie ein Brief an den anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen geschrieben. Ich habe versucht, meine Gefühle und meinen Dank an allen zum Ausdruck zu bringen. Es war ein überwältigendes Erlebnis für mich. So, Ja, hiermit eine Antwort auf Deine Bitte.

Hey, nächstes Jahr - wer weiß?

Herzlichen Dank für die Einladung und für alles, was in der Wies-3 geschehen ist.

Grüße,
Bob (Henderson, aus Amerika)




Der Brief:


An meine Freunden der Wies­3
Von dem "Fremden":


Ihr, die ihr so oft kommt, ihr wisst schon alle gute Gründe, weshalb die Wies­3 so ein wunderschönes Erlebnis ist und weshalb so viele Jahr für Jahr wiederkommen. Für mich war es das erste Mal, und dazu war ich ein Fremder (der "Bob aus Amerika", der diese Woche zu einem "internationalen" Ereignis machte!). Dem kann ich nichts hinzufügen, was ihr nicht schon wisst; aber ich kann von meinen Erlebnissen sprechen.

Für mich, gab es die überwältigende Landschaft: Berge, Felder, Wald, Dorf, Kirche, alles in perfekter, exquisiter Lage. Musik, die ganze Woche: drei Proben täglich, in einem Chor mit vollem wunderschönen Klang. Nie zuvor hatte ich die Gelegenheit, so tief und lange in die Musik einzutauchen. Und dann die Menschen, also ihr, die mich so warm willkommen geheißen haben, die mit Geduld mein stockendes Deutsch annahmen, die willig waren, mit mir lange und tief zu sprechen, von Kirche bis Musik, von Familie bis zu dem Lustigen (was genau ist Schwäbisch, oder was ist genau das richtige Wort für verschüttete Milch?). Das Singen im Bierstüberl (einschließlich mehrerer amerikanischer Lieder, die ich nicht so gut kannte!). Einladungen zum Tanz. Mahlzeiten zusammen. Und dann das überwältigende Konzert an einem so schönen Ort ­ eine Kirche mit dreihundert Jahren Welterbe ­ wo wir von Vivaldi über Mendelssohn bis zu "In All Thy Ways Acknowledge Him" aufgeführt haben. Das war für mich ein Erlebnis wie kein anderes. Vielleicht erwartet man von mir etwas wie, "Ich war der Fremde und..." Aber tatsächlich fühlte ich mich nicht fremd, und das schon nach nur 20 Minuten nach meiner Ankunft, so dass ich die ganze Woche unter so vielen neuen Freunden erleben konnte. Das Willkommen, die Wärme, die Begeisterung, der Spaß, das Gemeinsame - es war für mich eine außerordentlich schöne Zeit.

Wieder kommen? Im Moment weiß ich es nicht. Meine geliebte Frau (seit 45 Jahren!) sagte mir, "You should make this a regular trip." Also, wer weiß? Aber ob ich wiederkomme oder nicht, möchte ich allen sagen, "Vielen, vielen Dank." Es war unglaublich, ich war tief im Herzen berührt.

Und ich wünsche Euch allen alles Beste im kommenden Jahr.

Und, vielleicht auch, auf Wieder-Sehen.

Bob