*29.02.1956   gest. 16.05.2013
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„Agnes Kraemer ist gestorben.“     ----    Das passt so gar nicht zu diesem Menschen, den die Werkgemeinschaft Musik als besonders lebendig, als besonders lebensfroh, als besonders aktiv kennenlernen und 57 Jahre erleben durfte.

Agnes war der WGM seit frühester Kindheit über ihren Vater, einem der Chorleiter der ersten Stunden (Werkgemeinschaft Lied und Musik hieß es damals noch) verbunden. Sie wuchs mit ihren Geschwistern auf Tagungen der WGM in der Wies auf, blieb der Wies als Jugendliche treu und übernahm schließlich mit ihrer eigenen Familie in einer stets überfüllten Wieswoche Verantwortung. Außerdem hat sie vor mehr als zehn Jahren die stimmungsvolle Weihnachtstagung zwischen den Jahren in St. Thomas übernommen und im Jahr 2006 gemeinsam mit ihrer Schwester die Osterwies ins Leben gerufen, in der seitdem jedes Jahr über hundert Kinder und Jugendliche gemeinsam musizieren, singen, beten, tanzen und die Werte der Werkgemeinschaft erleben konnten. So setzte sie ihre vielen Talente als Referentin für Tanz, Blockflöte, Chor aber auch als Paukistin, als Organisatorin und engagiertes Mitglied im Führungskreis für die WGM ein. Dabei war sie immer als energiegeladene, mitreißende Persönlichkeit zu erleben, die das Gute in der Welt sah und überall hervorbringen konnte. Agnes schaffte es christlichen Glauben überzeugend vorzuleben.

Unvergessen werden z.B. ihre Choransagen bleiben: „Jetzt schauen Sie doch mal freundlich. So kann das nichts werden.“ Oder an die abholenden Eltern am Ende der Osterwies gerichtet: „Ihre Kinder wissen bereits, dass man keinen Kaugummi in der Kapelle kaut.“

Agnes war dem Leben zugewandt, war immer hilfsbereit, großzügig, herzensgut und in einem guten, pädagogischen Sinn streng. Sie hatte unvergessliche Ausstrahlung und Charme.
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Die Werkgemeinschaft Musik hat einen großen Menschen verloren. Jeder, der sie kannte, hat eine liebe Freundin verloren.

Wir werden die Erinnerung an sie in unseren Herzen bewahren. In ihrer Familie und allen TeilnehmerInnen ihrer Tagungen wird sie weiterleben.

Ulrike Sahm und Lorenz Overbeck