Jubiläumstagung - WGM-Szenen


Osterwies

Frau Mahler (Tochter Pauline) sitzt auf der Bank vor der LVHS.
Herr Sander (Tochter Johanna) kommt dazu.


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Mahler:
Oh, Hallo! Warten Sie auch auf Ihre Tochter?

Sander:
Ja ja. Ich habe sie jetzt eben nur ganz kurz sprechen können. Sie war sofort wieder weg.

Mahler:
Na klar, Alle sind aufgeregt. Das Musical muss klappen. Dieses Jahr spielen sie ja die Götter-Olympiade. Meine Pauline spielt die Aphrodite.

Sander:
Meine Johanna singt im Chor, glaube ich. Und oben im Saal hört man sie singen. Ich bin total überrascht. Ich höre auch das Orchester. Ich kann es kaum glauben, dass da Jugendliche spielen.

Mahler:
Pauline hat mir geschrieben, dass sie ihre Angst verloren hat, allein zu singen. Das liegt sicher an der guten Regie und der tollen Klavierbegleitung.

Sander:
Johanna hat mich täglich angerufen - irgendwo auf dem Parkplatz hatte sie Empfang. Sie hat pausenlos erzählt und war so begeistert. Ich kannte meine Johanna gar nicht wieder.

Mahler:
Meine Pauline möchte wie jedes Jahr am liebsten noch eine Woche bleiben.

Sander:
Und wissen Sie, was mich total überrascht hat? Meine Tochter spricht plötzlich von Andachten. Täglich! Diese Ulrike oder auch ein Thomas haben geradezu ein Wunder vollbracht. Sie sagt, endlich könne sie verstehen, worum es eigentlich geht und dass der Gottesdienst etwas mit ihr zu tun hat. Ihre Worte.

Mahler:
Das kenne ich schon von Pauline. Das gehört irgendwie auch zu dem Konzept der Werkgemeinschaft. Neue Formen von Gottesdiensten oder so. Ich habe das auch schon bei den Wies-Wochen erlebt. Diese charismatischen Theologen haben mir sehr gefallen.

Sander:
Und Johanna ist begeistert von den Referenten dieser Woche, die das Musical inszeniert haben und von den Kostüme und von der Begleitung am Klavier. Wissen Sie, meine Johanna hat so tolle Könner ja noch nie erlebt.

Mahler:
Das kenne ich auch von den anderen Musikwochen. Jedes Mal, wenn ich meine Geige auspacke, habe ich Bedenken, ob ich mit den Anderen mit halten kann.

Sander:
Andere Musikwochen? Auch für Jugendliche? Hier in der Wies?

Mahler:
Die Musikwochen im Sommer hier in der Wies sind für Jugendliche und Erwachsene. Und alle proben für das Konzert in der Wies-Kirche. Die spielen sogar Symphonien von Mozart oder Brahms oder Beethoven oder Bruckner oder Poulenc…. Professionell!!

Sander:
Und die Woche leitet dann auch die (schaut auf die Info Sophia Overbeck.

Mahler:
Jede Woche hat einen anderen Leiter oder eine Leiterin und einen anderen Dirigenten und einen anderen Chorleiter. Das sind absolut erfahrene Musiker: innen. Aber die Werkgemeinschaft organisiert noch viele andere Wochen, nicht nur in der Wies. Es gibt sogar eine in Ostdeutschland – in Seddin in der Nähe von Potsdam. Da gibt’s einen Chor, aber vor allem spielen da alte Instrumente.

Sander:
Alte Instrumente? Alte wertvolle Geigen?

Mahler:
Nein, nein, da spielen Gamben und Renaissance-Flöten. Das gibt’s auch in der weihnachtlichen Woche in der Eifel, in St. Thomas. Da singen sie stundenlang mit Instrumenten zusammen Weihnachtslieder. Die Woche leitet Thomas Kraemer, den werden Sie ja gleich kennen lernen.

Sander:
Zwei Wochen macht der? Alle Achtung.

Mahler:
Ja klar, das Konzept dieser Woche hier stammt ja von seiner Frau Agnes. Und komponiert hat das Musical seine Schwägerin.

Sander:
Sie kennen sich ja richtig aus. Woher wissen Sie das Alles?

Mahler:
Ab und zu schaue ich auf die Home-Page der Werkgemeinschaft. Da bin ich jedesmal erstaunt, welche neuen Ideen da auftauchen. Und dann habe ich ja schon an einigen Wies-Wochen teilgenommen. Ich kann ja nur etwas Geige spielen, aber irgendwie klappt es immer. Und dann gibt es ja Abends immer den Tanz für Alle. Ein Riesenspaß! Für Alle!

Sander:
Und die Erwachsenen tanzen dann auch? Das würde ich gerne mal sehen. Ach, vor dieser Werkgemeinschaft kann man geradezu Achtung haben. So viele Veranstaltungen, so viele Experten.

Mahler:
Das ist ja noch nicht Alles. Es gibt noch eine Weihnachtswoche in Essen, mit großem Orchester, vielen Bläsern und Tanz. Dann gibt es noch einmal im Jahr eine Einladung zu „Kunst trifft Kunst“

Sander:
Was ist das denn? Das interessiert mich.

Mahler:
Ich glaube, da erkunden die Teilnehmer die Kunstwerke der Umgebung , und Abends wird gesungen. Und dann singen sie in den Kirchen, die sie besuchen, z.B. in Bamberg oder Würzburg.

Sander:
Verrückte Idee. Dann braucht die Werkgemeinschaft aber einen Chorleiter, oder eine Chorleiterin, die was von Bauwerken verstehen.

Mahler:
Das gibt es. Ich habe sowieso den Eindruck, dass die Dirigenten fast immer noch ganz andere Talente haben.

Sander:
Ich bin sprachlos!

Mahler:
Jetzt sind Sie doch schon mal in der Wies. Jetzt müssen Sie mutig sein und mal mitmachen.!

Sander:
Mitmachen? Bei diesen Könnern? Wissen Sie, ich weiß ja noch nicht mal, wie gut ich noch Klarinette spielen kann. Gibt es denn keine Woche für nicht so mutige Musiker wie mich?

Mahler:
Da müssen Sie den Herrn Kraemer fragen. Vielleicht plant man ja so etwas.

Sander:
Als ich Johanna angemeldet habe, wäre mein Sohn Timon gerne mit gekommen. Er sucht aber vor allem eine Woche mit Bigband. Gibt’s das? Am liebsten käme er ja zu einer Woche, auf der man lernt zu komponieren. Jetzt traue ich mich, Herrn Kraemer zu fragen. Diese Werkgemeinschaft hat doch sicherlich Expert:innen dafür. Und wenn es nur ein Workshop ist. Und ich werde die Homepage aufrufen.

Mahler:
Was ist denn mit Ihnen passiert? Aber kommen Sie jetzt erst mal nach oben. Ich glaube, die Götter-Olympiade geht los.