Furioses Finale mit Händels Hallelujah


Von 27. bis 30. Dezember 2011 fanden in der Jugendbildungsstätte  St. Altfrid in Essen-Kettwig die  48. Chor- und Instrumentaltage statt.  Knapp 90 junge und ältere Teilnehmerinnen und Teil-nehmer  machten hoch über dem Ruhrtal miteinander Musik– sei es im Orchester, im Chor oder in einem der kleineren Kam-mermusik-Ensembles, die teils bis spät in die Nacht gemeinsam musizierten. Für ausreichend Bewegung  sorgten die abendlichen internationalen Tanzlektionen mit Norbert Schilke, die mitunter hohe Ansprüche an die Koordination der eige-nen Gliedmaßen stellten.

Zwar fehlten in diesem Jahr Schnee und Zivi, (ersteres bedeutete weniger, letzteres mehr Räumaufwand, weil die Spülma-schine nach den Kaffeepausen von den Teilnehmern eigenhändig bestückt werden musste). Ansonsten aber trübte nichts die Jahresend-Stimmung und die Proben, was vor allem der professionellen Organisation von Christian Dahm zu verdanken war.

Die musikalische Bandbreite des Pro-gramms war enorm: Der Chor unter Chris-tian Zatryp mischte den Abschluss-gottesdienst mit einem schmissigen „O du fröhliche“-Arrangement von Martin Carbow auf, das mit lautmalerischen Silben wie „ragattn fonk du“ für Begeisterung sorgte. Auch klassische Werke kamen nicht zu kurz. So intonierte der Großchor (in dem Chor- und Orchestermusiker gemeinsam singen) das „Zigeunerleben“ von Robert Schumann, das Orchester (Gesamtleitung: Peter Wuttke, Streicher-Referentin: Vero-nika Schepping, Bläser-Referent: Matthias Wiedemann, Schlagwerk-Referent: Ralf Zartmann) spielte die Suite No. 1 aus der L'Arlésienne von Georges Bizet. Wahrhaft pompös wurde es am Ende des Ab-schlusskonzerts beim gemeinsamen Werk von Chor und Orchester, das aus Aus-zügen von Händels „Messias“ in einer für großes Orchester angereicherten Fassung von Sir Eugène Goossens bestand.

So endeten die 48. Chor- und Instrumentaltage mit viel musikalischem Jubel. Und dem Wissen, dass es nur schlappe 360 Tage bis zu den 49. dauert. Hallelujah!

Sabine Weiler