Begrüßungsrede auf der Festveranstaltung

Klaus Andrees - Vorsitzender der Werkgemeinschaft Musik


Liebe Mitglieder der WGM, liebe Gäste, liebe Ehrengäste!

(Besonders begrüßt werden: Dr. Heinz Bremer, Wolfgang Erpenbeck, Prof. Wilhelm Schepping, Michael Witt.)

Liebe Festgemeinde unserer Geburtstagsfeier!

Zuerst möchte ich dem Jubilar, dem Geburtstagskind, herzlich gratulieren. Wer ist der Jubilar? Sie!

Und wie es sich gehört, bekommen Jubilare und Innen etwas geschenkt. In Ihrem Fall ist das ein hoffentlich schönes, erbauliches und nachhaltiges Wochenende. Moment! Geschenkt? Sie haben doch für dieses Wochenende bezahlt.

Stimmt, aber es ist ein Selbstkostenpreis, der z.B. den Sekt, den Sie vorhin bekommen haben und den, den Sie morgen nach der Festlichen Messenoch bekommen werden, das später noch einzunehmende kleine Snackbuffet und das festliche Essen morgen Mittag nicht einschließt. Also: das sind Ihre Geschenke, weil Sie doch Jubiläum haben.

Dazu haben alle Referenten von vorne herein ihr Honorar geschenkt. Im Vertrauen: Sie wussten von Anfang an, dass sie nichts bekommen. Viele Helfer, die dieses Wochenende geplant und vorbereitet haben, haben ihre Kreativität, Zeit und Kraft geschenkt, damit wir alle eine schöne Feier und musikalischen Hochgenuss haben.

Ich möchte mich daher besonders bei maßgeblichen Menschen für dieses Jubiläumswochenende herzlich bedanken: Agnes Krämer, Ulrike Sahm, Sebastian Erpenbeck und Michael Witt. Dazu auch bei weiteren Vorbereiterinnen und Vorbereitern: Ursula Bongard, Brigitte Ohlesch, Birgit Schmitz, Marcel Buckan, Michael Frangen, Peter Wuttke und unserem Leiter der Geschäftsstelle Georg Lauer. Und ich möchte mich nicht zuletzt bei Ihnen bedanken, dass Sie gekommen sind, zum Feiern und Musizieren, zum Erzählen und Meditieren.

Danken möchte ich auch denen, die sich schriftlich zum heutigen Tag geäußert haben. Sie konnten leider nicht teilnehmen, lassen Sie und die WGM aber herzlich grüßen. Das waren, um einige zu nennen: Prof. Fritz Schiri, Dr. Theodor Seidel, Prof. Wolfgang Brettschneider und der Geschäftsführer der LVHS-Wies Hans Behringer. Sie finden ihre Schreiben z.T. im ausliegenden Gästebuch. Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie ganz herzlich bitten, ein paar Zeilen, eine kleine Zeichnung, einen Kanon oder eine kurze Sinfonie ins Gästebuch einzutragen - eben, was Ihnen gerade so einfällt.

Wir haben also Jubiläum. Wir - die Werkgemeinschaft Musik. Haben Sie je über diesen Namen unseres Vereins nachgedacht? Ich hab mal das Internet dazu befragt. Der Name ist durchaus oft vergeben - es gibt ihn in Verbindung mit uns am häufigsten, einigen sozialen Einrichtungen und wissenschaftlichen Verbänden. Eine Erklärung dafür habe ich nicht gefunden.

Ich habe daraufhin etwas tiefer geforscht und den Namen zerlegt.

  1. Werk
    Synonym: Arbeit - o weh. Arbeitsgemeinschaft. Etwas Anonymeres kann es kaum geben und würde für uns nicht passen. Sie alle wissen, was noch alles auf unseren Veranstaltungen stattfindet, außer Arbeit. Viel, sehr viel Menschliches.

    Zweites Synonym: Opus - Hurra, etwas Musikalisches! Musikwerk-gemeinschaft. Trifft es wieder nicht. Unsere einzigartige Symbiose von Musik, Tanz, Geselligkeit und christlicher Spiritualität kommt nicht vor.

Vielleicht muss ich weiter zerlegen:

  1. Gemein!- Nein das ist jetzt zu kleinkariert und Schaft als Griff eines länglichen Gegenstandes macht wenig Sinn. Also:




  2. Gemeinschaft - Treffer: Bündnis, Zusammenschluss. Ein Zusammenschluss einzelner Individuen mit demselben Ziel.




  3. Voraussetzung ist also Gemeinschaftssinn, um etwas zu Werke zu bringen.

    Jetzt verstehe ich die Gründer unserer WGM, jetzt verstehe ich unseren Namen. Wir sind eine Gemeinschaft von sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten, die temporär oder auf Dauer durch gemeinsames Arbeiten am selben Ziel sich und ihre Kraft einsetzen. Das gemeinsame Erleben des Ergebnisses ist der Lohn. Das gegenseitige Stützen und Helfen ist der Gemeinsinn - und das aus einer Grundhaltung heraus, die wir offen in den die Veranstaltungen begleitenden Andachten und Gottesdiensten bekennen.

    Was für eine Werkgemeinschaft!

    Wer kann ermessen, wie vielen Menschen diese Werkgemeinschaft Freude bereitet hat?

    • Freude an der Musik
    • Freude am Miteinander
    • Freude am Arbeiten
    • Freude mit anderen Menschen
    • Freude über sich selbst

    Es mögen Tausende gewesen sein.

    Wer kann ermessen, wie vielen Menschen diese Werkgemeinschaft Spiritualität, Selbst- und Glaubensfindung ermöglicht hat?

    • Finden von Ruhe
    • Finden von Gelassenheit und innerer Kraft
    • Finden von Fragen und Antworten über Gott und die Welt

    Es mögen Tausende gewesen sein.

    Wer kann ermessen, wie viele Stunden Menschen für diese Werkgemeinschaft eingesetzt haben?

    • Zeit für Organisation und Leitung unserer Veranstaltungen
    • Zeit für Seelsorge an den Teilnehmenden
    • Zeit zur Leitung des Vereins
    • Zeit für Kreativität, damit es weitergeht

    Es mögen Hunderttausende gewesen sein.

    Wer kann ermessen, wie viele Menschen wir noch erreichen und begeistern können? Mögen es Tausende sein.

    In diesem Sinn: Herzlichen Glückwunsch WGM - Herzlichen Glückwunsch Ihnen allen.


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